Telekom führt Volumenbeschränkung für alle Flatrates ein

Am 22.04.2013 bestätigte sich, was schon vorher als Gerücht durch die Medien gegangen ist: Die Deutsche Telekom führt ein Maximalvolumen auch für ihre DSL Flatrates ein, gekoppelt an eine Drosselung auf 384 Kbit/s. Diese Änderung gilt ab dem 2. Mai für alle Internet Tarife des Anbieters bei Neuverträgen und Tarifwechseln.

Die Deutsche Telekom integriert eine Bandbreitenbegrenzung in das Modell ihrer klassischen DSL Tarife, die sich im Internet Tarifvergleich mit Mobilfunkverträgen vergleichen lässt. Ein Internetanschluss funktioniert so lange mit seiner vertraglich vereinbarten Bandbreite, bis ein monatliches Volumen erreicht ist. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt eine Drosselung auf 384 Kbit/s, was sich mit der sechsfachen Geschwindigkeiten eines alten ISDN-Anschlusses vergleichen lässt. Diese Bandbreitenbegrenzung gilt zuerst nur für neue oder gewechselte Call & Surf- und Entertain-Verträge. Laufende Internet Tarife sind nicht betroffen und ihre festgesetzten Konditionen können nicht einfach umgestellt werden. Angaben zur Bandbreitenbegrenzung verknüpfen Tarife bis 16 Mbit/s mit einem Volumen von 75 Gigabyte. Darauf folgen von 50, 100 und 200 Mbit/s mit 200, 300 und 400 Gigabyte. Nachdem das neue Modell etabliert ist, will die Deutsche Telekom anbieten, das Volumen der Internet Tarife durch Zubuchoptionen zu erweitern.

Im Internet Tarifvergleich macht diese Umstellung den DSL Internetanschluss der Deutschen Telekom möglicherweise unattraktiver und lässt sich schwer mit der Konkurrenz vergleichen. Laut Aussage des Anbieters verbraucht der durchschnittliche DSL Anschluss zwischen 15 und 20 Gigabyte im Monat und wäre von der Drosselung selten betroffen. Wenn ein Internetanschluss stark für Dienste wie Youtube, Spotify oder Streaming verwendet wird, ist die Begrenzung dramatisch. Bei der Änderung am 2. Mai handelt es sich um den ersten Schritt zur Umgestaltung des Festnetzanschlusses. Bis 2016 will der Anbieter seine Tarife an die weiter steigenden Datenübertragungen anpassen. Für den Internet Tarifvergleich zu anderen Anbietern ist interessant, dass Gerüchten zufolge auch Vodafone die Einführung einer ähnlichen Volumenbegrenzung plant.